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zuletzt aktualisiert: 02.06.2002

         
 
 

Keynesianismus

Auf John Maynard Keynes (1883 - 1946) und sein Werk »Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes« (1936) zurückgehendes Konzept der Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung über eine antizyklische Nachfragesteuerung. Der Keynesianismus wurde nach dem Zweiten Weltkrieg bis gegen Ende der 70er Jahre zur herrschenden Wirtschaftslehre. Der historische Hintergrund für die Analysen Keynes' war die Weltwirtschaftskrise, verbunden mit anhaltender Massenarbeitslosigkeit. Auf diesen Erfahrungen aufbauend, lehnte Keynes die Aussagen der klassischen Theorie, denen zufolge eine Marktwirtschaft die Tendenz zur Selbststabilisierung bei Vollbeschäftigung habe, ab und behauptete, daß eine instabile Nachfrage zu nachhaltigen Produktions- und Beschäftigungsschwankungen führt, diese aber (nur) durch geeignete Maßnahmen des Staates zu vermeiden seien. Der Staat hat im Rahmen dieser Theorie die Aufgabe, einen privaten Nachfragerückgang durch öffentliche Ausgaben auszugleichen bzw. in Hochkonjunkturphasen sich ökonomisch zurückzuhalten bzw. restriktiv auf die Privatwirtschaft einzuwirken, um eine stetige Wirtschaftsentwicklung zu ermöglichen. Der Keynesianismus ist die wirtschaftstheoretische Grundlage des modernen Wohlfahrtsstaates und des Stabilitätsgesetzes. Probleme bei der Umsetzung dieser theoretischen Forderungen ergaben sich dadurch, daß die Wirtschaft sich nicht im gewünschten und für die Theorie notwendigen Sinne steuern läßt und die Politik sich nicht theoriegerecht verhält. 

(Fischers Wirtschaftslexikon)

Weiterführende Links:

http://www.vwler.de/Theorien/Keynesianismus/keynesianismus.html

http://www.wildcat-www.de/zirkular/28/z28holl1.htm

http://www.igmetall.de/direkt/lexikon/keynesianismus.html

http://www.bolshevik.org/deutsch/12/bol12-2.html

http://www.wiwi.uni-frankfurt.de/Professoren/ritter/veranstalt/ss97/wipol/projekt/pro36.htm

 

   

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