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zuletzt aktualisiert: 02.06.2002

         
 

Einordnung und Gegenstand der Makroökonomie

Traditionell werden die Wirtschaftswissenschaften in die Bereiche BWL und VWL unterteilt (zur Grafik).

Die Betriebswirtschaftslehre beschäftigt  sich mit den wirtschaftlichen Aktivitäten eines Unternehmens und dessen Beziehungen zur Umwelt.

Die Volkswirtschaftslehre beschäftigt sich mit der Darstellung und Analyse gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge und der Koordination der Einzelwirtschaften (Haushalt, Unternehmen, Staat, Ausland), um - ausgehend von als gesichert angesehenen Erklärungen und Befunden - Prognosen über die zukünftige Entwicklung und/oder politische Empfehlungen (Wirtschaftspolitik) abzugeben.

Häufig wird  die Volkswirtschaftslehre in drei Blöcke unterteilt::                                       

  • Wirtschaftstheorie

  • Wirtschaftspolitik

  • Finanzwissenschaften

Hierbei spaltet sich die Wirtschaftstheorie üblicherweise in die Mikroökonomik und die auf dieser Seite im Mittelpunkt stehende Makroökonomik auf.

 

 

Mikroökonomie:

Die Mikroökonomie beschäftigt sich  mit dem Verhalten und den Entscheidungen von und in Einzelwirtschaften (Unternehmen, Haushalte). Ein wichtiges Fundament der Mikroökonomie ist der methodologische Individualismus, wonach alle Ergebnisse wirtschaftlichen Handelns ihre Begründung in den Präferenzen und im Verhalten der einzelnen Wirtschaftssubjekte haben (sollen), da der einzelne Entscheidungsträger seine Präferenzen am besten kennt und in der Lage ist, diese zu artikulieren. Dominierende Verhaltenshypothese ist die des (rationalen) Nutzenmaxims. Wichtige Teilgebiete der Mikroökonomie sind die Theorie des Unternehmens, des Haushaltes, die Wohlfahrtstheorie oder die Theorie der Institutionen.

 

Makroökonomie:

Die Makroökonomie beschäftigt sich mit gesamtwirtschaftlichen, aggregierten (zusammengefassten) Größen, wie z.B. der Konsumnachfrage, den privaten Investitionen, dem Volkseinkommen, dem Steueraufkommen oder dem Export. Makroökonomische Analysemodelle können in statische oder dynamische Modelle, in Ex-ante-(bzw. Prognose-) oder Ex-post-(bzw. Erklärungs-)Modelle und in partial- oder totalanalytische (d.h. Teilaspekte oder den Gesamtzusammenhang abbildende) Modelle unterteilt werden. Ferner lassen sich die makroökonomischen Theorien in gleichgewichtsorientierte Theorien, die in der Tradition der Neoklassik stehen, und in Ungleichgewichtstheorien keynesianischen Ursprungs (Keynesianismus) untergliedern.

 
   

© J. Kuschnik 2002